Handel und Wandel auf dem Burghof
Egeln/MZ. - Schon gleich zur Eröffnung herrschte an den meisten Ständen auf der Oberburg Hochbetrieb. 16 Direktanbieter warben mit ihren Produkten um die Gunst der Käufer. An vielen Ständen durften die Besucher auch kosten, bevor sie sich zum Kauf entschieden. Frisches, vor Ort gebackenes Brot und Kuchen, hausgemachte Wurst in vielen Sorten, geräucherter Käse und Fisch, Ton- und Korbwaren und noch vieles mehr waren im Angebot. Selbst die Kleingärtner konnten sich auf dem Markt ihre Wünsche erfüllen. Auf die Leseratten wartete das gerade vom Autor Herbert Graf erschienene Buch "Der Sohn des Dissidenten - meine Kinder- und Jugendjahre in Egeln".
Zu einem Ausflug in die Geschichte der Region hatte das Egelner Museum eingeladen. Zu sehen waren auch Bilder von Willy Freyberg.
An der modernisierten Feldschmiede von Rainer Bunde und Reinhard Quast wurde das Feuer geschürt und gehämmert, was das Zeug hielt. Beide bewiesen den Besuchern, dass sie das Schmiedehandwerk noch nicht verlernt haben. Das Feuer wurde nicht, wie für Feldschmieden üblich, mit einem Blasebalg geschürt, sondern mit einem elektrischen Gebläse.
Für Unterhaltung sorgte der gemischte Egelner Chor mit bekannten Volks- und Heimatliedern aus der Börde. Viel Beifall gab es auch für die Tänze des Bördetrachten-Vereins aus Egeln. Zu Beginn des Marktes konnte Egelns Bürgermeister, Klaus Bierende (parteilos), Reiter vom Reiterhof Söchting aus Egeln-Nord begrüßen. Sie waren zu einer Stippvisite auf die Wasserburg gekommen.
Immer wieder mussten auch die Mitglieder der Vorderlader- und Traditionsabteilung des Bleckendorfer Schützenvereins Fragen zu ihrem schmucken Outfit und den historischen Waffen beantworten.
"Die Uniformen, die wir heute tragen, hat die Stadtwache Anfang des 17. Jahrhunderts getragen", erklärte "Stadthauptmann" Lutz Paarmann. Auch die Gewehre seien Nachbauten der damaligen Waffen.
Auch in diesem Jahr hatte Burgherr Uwe Lachmuth wieder im Auftrag der Stadt den Bauernmarkt organisiert. Wie er schon einmal verriet, wird es in diesem Jahr noch zwei solcher Bauernmärkte auf der Egelner Wasserburg geben. Das Ambiente ist nach seiner Meinung für einen solchen Markt mit vielen historischen Gewerken auch bestens dafür geeignet.