Gemeinderat Hedersleben Gemeinderat Hedersleben: Behörde missfällt Rübe im Wappen
Hedersleben/MZ. - Vorausgegangen waren zudem zwei Sitzungen des Hauptausschusses, damit die Löcher, die anfangs noch mit 109 500 Euro im Verwaltungs- und 366 400 Euro im Vermögenshaushalt klafften, beseitigt werden konnte. "Wir haben jetzt einen ausgeglichenen Haushalt", sagte Bürgermeisterin Kornelia Bodenstein. Der Etat hat ein Gesamtvolumen von rund 2,75 Millionen Euro. Mit einem Sperrvermerk wurden 30 000 Euro für den Bau einer neuen Zuschauertribüne in der Mehrzweckhalle des Ortes versehen. Wolfgang Rosen regte angesichts der angespannten Haushaltslage an, zu prüfen, ob durch Eigenleistungen oder andere Maßnahmen hier nicht Kosten gespart werden können. Zu keinem Beschluss kam es über die Entwürfe für Wappen und Flagge des Ortes. Favorisiert war ein Entwurf, der eine Zuckerrübe im Wappen zeigt. Doch dies genehmigte das Landeshauptarchiv Magdeburg mit der Begründung, dass eine Zuckerrübe für eine Behörde unspezifisch ist, nicht. Neben Adolf Speck erinnerten auch andere Ratsmitglieder an die jahrzehntelange Tradition, die den Ort mit dem Rübenanbau verbinde. Hedersleben und die Zuckerrübe gehören zusammen. In einem Brief an das Landeshauptarchiv soll dieser Standpunkt noch einmal dargelegt werden.
Rege Diskussionen gab es zum Beschluss über die Jahresrechnung 2000 der Gemeinde und die Entlasung der Bürgermeisterin. Das Rechnungsprüfungsamt des Kreises hatte acht Beanstandungen, vier Wiederholungsbemerkungen und sechs Hinweise in seinem Bericht aufgeführt. Das war Hermann Schakowsky zu viel: "Die Zusammenarbeit zwischen Bürgermeisterin und Verwaltungsamt klappt nicht." Dem wollten sich die meisten Ratsmitglieder nicht anschließen, denn nicht nur für Speck stand fest, dass die Fehler im Verwaltungsamt gemacht wurden. Der Jahresrechnung und der Entlastung wurde zugestimmt.