Gegrüßt, gemeckert und gekichert
Aschersleben/MZ. - Dort hatte sich für vier Stunden das MDR-Team mit seinem "Kannste (nich) meckern"-Mobil aufgestellt, um Menschen die Möglichkeit zu geben, einmal vor der Kamera zu sagen, was ihnen unter den Nägeln brennt. Hier konnte gegrüßt, gemeckert und gekichert werden. "Die Leute sollen hier erzählen, was sie im Augenblick ganz besonders beschäftigt", erklärt Redakteur Michael Wasian. Bereits seit Sommer des vergangenen Jahres sei das Mobil-Team jeden Mittwoch in einer anderen Stadt Sachsen-Anhalts unterwegs, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Aus den vielen Aufnahmen werde dann ein Drei-Minuten-Film geschnitten, der immer freitags in der Sendung "Sachsen-Anhalt heute" zu sehen sei. "Natürlich müssen wir einiges wegschneiden. Doch man kann auch in zwei Sätzen auf etwas aufmerksam machen", erklärte er das Prinzip. So habe dieses Mal zum Beispiel eine 75-jährige Frau darauf hingewiesen, dass hier mehr Sport getrieben werden sollte. Ein Schiffsmodellbauer habe erzählt, dass er mit den Modellen auf den Seen der Umgebung nicht fahren dürfe und die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft haben auf ihre Pyjamaparty am Wochenende aufmerksam gemacht. Auch Eberhard Eckardt nahm auf dem Sofa Platz und grüßte spontan seine Kinder, die in anderen Städten studieren. "Außerdem habe ich meine Lebensgefährtin gegrüßt, der es in der letzten Zeit nicht so gut ging. Eine gute Möglichkeit, ihr dafür zu danken, dass sie sonst immer für mich da ist und mir beisteht", freute er sich.