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Frauentags-Feier in Aschersleben Frauentags-Feier in Aschersleben: "Man trifft hier immer Bekannte"

Von Marie Luise Graichen 09.03.2017, 09:28
Die Dance Factory aus Egeln sorgte mit ihrem Programm für Unterhaltung.
Die Dance Factory aus Egeln sorgte mit ihrem Programm für Unterhaltung. Gehrmann

Aschersleben - Längst waren alle Plätze besetzt und immer noch kamen Frauen, die an der Veranstaltung am Frauentags-Nachmittag im Ascherslebener Bestehornhaus teilnehmen wollten. Die Stühle reichten nicht aus, und so hatten die Gleichstellungsbeauftragte Angela Böttcher und ihr Team einigen Stress, auch die letzten Sitzreserven zu mobilisieren, damit die Veranstaltung pünktlich beginnen konnte.

Es ist in Aschersleben zur schönen Tradition geworden, den Internationalen Frauentag mit Unterstützung der Stadt in großer Runde fröhlich zu begehen und so die Frauen in besonderem Maße zu würdigen. Dieses Jahr richtete Michael Schneidewind in Vertretung des Oberbürgermeisters das Grußwort an die Frauen und versäumte es auch nicht, allen weiblichen Initiatoren der Veranstaltung seinen Dank auszusprechen und einen Blumenstrauß an Angela Böttcher zu überreichen. „Es werden jedes Jahr mehr Gäste“, freute sich einerseits die Gleichstellungsbeauftragte, kündigte aber gleichzeitig an, dass im nächsten Jahr Karten verkauft werden sollen, um besser planen zu können.

„Man trifft hier immer Bekannte"

Viele Frauen kommen schon seit Jahren zur Frauentagsfeier und waren wie beispielsweise Ingrid Winter auch dieses Jahr wieder mit dabei. „Man trifft hier immer Bekannte, und es gibt jedes Jahr ein sehr schönes Programm“, sagte die Ascherslebenerin. Besonders gut genießen ließ sich der Nachmittag mit einem guten Stück Kuchen, und die Bäckerei Behrens sorgte dafür, dass es am Kuchenbuffet eine gute Auswahl gab. Auch ein lukratives Angebot von Schmuck, Getöpfertem, Handarbeitlichem und Essbarem lag an den Ständen aus und lud zum Kaufen ein.

Vivien Horn vom Jugendverein „Elf“ opferte einen großen Teil ihrer Freizeit und hatte wunderschöne selbst gefertigte Schmuckstücke im Angebot, um mit dem Erlös den Verein zu unterstützen. Stephan Strobel machte mit einem reichen Sortiment und etlichen Produktneuheiten besonders auf die Region Aschersleben aufmerksam. „Möhre küsst Ingwer“ ist beispielsweise ein eigens auf die Region hinweisender Tee, der als „Möhrenköppe-Tee“ zur Ergänzung des feinen Mandelbaisers gedacht ist.

Kulturprogramm kam gut an

Aber nicht nur Kulinarisches gab es an diesem Nachmittag reichlich, besonders gut kam das Kulturprogramm bei den Frauen an. Die Mädchen der Tanzgruppe „ Dance Factory“ Egeln eröffneten den kulturellen Reigen und zeigten mit Spaß und recht professionell, was sie tänzerisch drauf hatten. „Wir waren gerade erfolgreich bei einem Auftritt im Leipziger Gewandhaus“, berichtete nicht ohne Stolz ihr Manager Wolfgang Pirwitz. Sie hatten noch eine Überraschung mitgebracht: Bewohner des Kinderheimes Groß Börnecke grüßten ebenfalls das Publikum zum Frauentag und präsentierten sich als „Bäume des Lebens“.

Äußerst unterhaltsam, witzig und locker traten Birgit und Hagen Eisfeld als Duo „Leicht Sinn“ vor das weibliche Publikum und honorierten auch die drei anwesenden Herren. Ob als Reinigungsfrau Martchen Profalla in Kittelschürze und Kopftuch, als Cläre Walldoff oder Chansonette der 1920er Jahre, Birgit Eisfeld faszinierte, begeisterte und sorgte gemeinsam mit ihrem Sohn für Ausgelassenheit im Saal.

Die zuweilen leicht frivol angehauchte Lieder, bei denen die bekannte Ascherslebenerin mit Koketterie nicht geizte, brachte das Publikum ebenso zum Rasen wie ihre gespielte, zunehmend von Alkohol umnebelte Figur als sächselnde Martchen. Hagen Eisfeld ergänze mit Gesang und Gitarre vortrefflich als Part, unterstützte und vervollkommnete das fast einstündige Programm mit Evergreens und Witzliedchen.

Aber damit noch nicht genug. Die Frauen und Peter als einziger Mann der Froser Modekiste warteten noch auf ihren Auftritt. Sie hatten viele Sachen mitgebracht, die man zwischen 1840 und 1960 trug und präsentierten diese unter dem Motto „ Im Wandel der Zeiten“. (mz)