Aschersleben Aschersleben: Stimme voller Gefühl und Kraft
ASCHERSLEBEN/MZ. - Das Herbstkonzert am vergangenen Donnerstag war wieder ein solch besonderes Konzert, denn Ines Muschka, eine Mezzosopranistin mit einer Stimme voller Gefühl, Kraft und Schönheit, die schon unter dem Dirigat von Sir Simon Rattle und Kent Nagano mit großen Orchestern in den schönsten Konzertsälen der Welt gastierte, sang im Ratssaal nicht nur Lieder so bekannter Komponisten wie Franz Liszt, Gabriel Fauré und Robert Schumann, sondern vor allem Vertonungen von Fred Symann, der sie an diesem Abend persönlich am Flügel begleitete.
Sensibel, liebenswürdig und eindrucksvoll interpretierte Ines Muschka "Die Mondnacht" (... es war, als hätte der Himmel die Erde sanft geküsst), "Die Hexe" (... als Kinder glaubten wir an Zauberwesen), "Du sollst mir nichts verweigern" und "Herzensverstand" (... man soll dem Herzen gehorchen, denn es hat den besten Verstand). In ihrem Vortrag mit makellos geführter Stimme und Wärme in der Tongebung spürte man die innere Harmonie der Sängerin mit dem Komponisten und seinen Melodien. Fred Symann wartete mit hervorragenden pianistischen Fähigkeiten auf, unterstrich mit lyrischer Klanggebung, mit außergewöhnlichen Akzenten, mit einer großen Anzahl empfindsamer Anschlagsnuancen die Stimmungen der Lieder und machte sie für den Konzertbesucher nacherlebbar.
Wie schön auch alte deutsche Volkslieder klingen können, erfassten die Zuhörenden bei der Interpretation von "In einem kühlen Grunde" und "Ännchen von Tharau". Jedes der Lieder wurde einzigartig und mit viel Atmosphäre und Feinsinnigkeit vorgetragen. Aber damit war das Repertoire der beiden Künstler noch nicht erschöpft. Atemlos lauschten die Konzertbesucher zu Beginn des zweiten Konzertteiles der Titelmusik aus "Spiel mir das Lied vom Tod" und Ennio Morricones "C'era una volta il Vest".
Ein großer Auftritt, in dem sich der ungeheuer große Tonumfang, der stimmliche Glanz und die umwerfende Ausdrucksstärke der Sängerin offenbarten. Und mit Spirituals wie "Amacing Grace", "Sometimes I feel" und "Swing low" bis zu Leonard Bernsteins "Tonight" aus der "West Side Story" spannte sich der Bogen weit und machte das Programm zu einem vollkommenen Ganzen, für das sich das Konzertpublikum mit Standing Ovations bedankte.