100 Leser folgten der Spur der Pilze
Silberhütte/MZ. - Eine riesige Pilzausbeute war allerdings schon im Vorfeld nicht zu erwarten, da in den zurückliegenden Tagen die Temperaturen zunächst zu hoch und die folgende Feuchtigkeitsperiode nicht optimal für die schmackhaften Waldfrüchte waren. Doch für die Teilnehmer kein Grund, sich - gut gekleidet und ausgerüstet - nicht von den Förstern des Revieres Harzgerode in die Geheimnisse der Wälder und der Pilze einführen zu lassen. Den Grünröcken Mario Fuls, Nicolaus Büchner, Christian Stuy und Michael Vasel um ihren Amtschef Peter Kaschner geland es trotz des Wetters, die Hobby-Spürnasen auf die richtigen Pilzfährten zu locken.
Wie die sechsjährige Paula Dietze aus Rieder, die dem Vorschlag ihrer Ballenstedter Oma Maria Seiler zur Pilzsuche gefolgt und hellauf begeistert war. "Es macht Spaß, im Wald Pilze zu suchen", war das Mädchen glücklich über ihre Funde und wusste auch, dass sie gerade einen Ritterling zwischen ihren Fingern hielt. So brauchte sie keine Hilfe bei der Bestimmung der Fundstücke.
Andere nutzten das Fachwissen der Mykologen um Helga Rußwurm aus Quedlinburg und überließen ihnen bereitwillig ihr Fundgut zur Begutachtung. So waren die Pilzfachleute hoch erfreut, dass sie wieder einen Anistrichterling in den Händen halten konnten, der in der Harzregion seit Jahren nicht mehr gefunden wurde. Die Naturfreunde fachsimpelten noch gut eine Stunde nach der Pilzpirsch, bei bester Versorgung durch den Waldhofverein Silberhütte, über die Besonder- und Schönheiten der Pilzsucherei. Für Peter Kaschner war eine Fazit schnell gezogen: "Das Interesse am Wald ist riesengroß. Und wenn es die Möglichkeit gibt, sich von Fachleuten all seine Fragen beantworten zu lassen, macht es besonders viel Spaß, die Natur zu erkunden." Er freut sich bereits auf die Pilzsuche 2005.
Die Pilzsachverständigen im Landkreis haben Nachwuchssorgen. Jeder, der Interesse an dieser Freizeitbeschäftigung hat, kann sich bei Helga Rußwurm (03946 / 3010) melden.