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Blöde Autokorrektur Ryanair: Kunde muss 115 Euro für Namensänderung zahlen

12.03.2019, 10:30
Einem Ryanair-Kunden kam ein Tippfehler teuer zu stehen.
Einem Ryanair-Kunden kam ein Tippfehler teuer zu stehen. picture alliance/dpa (Symbolfoto)

Swords - Wer einen Flug bucht, der sollte aufmerksam sein. Nicht immer sind Gebühren zweifelsfrei erkennbar, oft kommen für Gepäckstücke noch Extrakosten hinzu.

Manchmal wird einem aber auch der eigene Name zum Verhängnis. Fragen Sie mal bei Luke Bradley nach.

Luke Bradley muss für Vertipper bei Ryanair draufzahlen

Der Mann aus Irland hatte sich bei Ryanair ein Flugticket gekauft. Als er sich einige Tage später seine Flugbestätigung ansah, war er verwirrt. Denn in der Buchung war er nicht als Luke, sondern als „Lukewarm“ (engl. für „lauwarm“) verzeichnet.

Offenbar hatte sich bei Bradley, der mit dem Handy gebucht hatte, die Autovervollständigung selbstständig gemacht. 

Bradley schrieb Ryanair – und war verärgert, als er Antwort bekam. Zu den 50 Euro für den Flug wollte das Unternehmen nämlich jetzt noch 115 Euro für die Umbuchung haben. Nur minimale Änderungen seien kostenlos und das auch nur innerhalb von 48 Stunden.

Ryanair glaubt nicht, dass „Lukewarm“ kein Name ist

Im Ryanair-Chat versuchte Bradley, zu erklären, dass „Lukewarm“ kein richtiger Name sei und es sich um ein Missverständnis handele. Auf Twitter postete er, was er der Mitarbeiterin namens Gabi schrieb: 

Ich habe das NICHT EINGEGEBEN. Es ist nicht mal ein richtiger Name.

Doch Gabi wollte davon nichts wissen. Auf Nachfrage des „Independent“ teilte ein Ryanair-Sprecher mit:

Es ist die Verantwortung jedes einzelnen Kunden, sicherzustellen, dass der Name auf der Buchung mit dem Namen auf dem Reisepass übereinstimmt. Wir gewähren eine 48-Stunden-Frist, um kleinere Buchungsfehler zu korrigieren.

Bradley habe sich jedoch erst neun Tage nach der Buchung gemeldet.

Luke Bradleys spitze Antwort an Ryanair

Der wiederum möchte das nicht auf sich sitzen lassen und antwortet dem Unternehmen mit spitzer Zunge:

Ich weiß ja, wir haben 2019 und niemand weiß, wie Kanye West sein nächstes Kind nennen will, aber ich kann euch versichern, dass bis heute kein Mensch auf der Welt 'Lukewarm' heißt.

Ob das Flugunternehmen Einsicht zeigt und Bradley sein Geld zurückbekommt, steht in den Sternen. (mah)