Blitzeblank in den Frühling Autopflege nach dem Winter: Die sieben wichtigsten Schritte
Der Frühling naht - Sie sind müde? Nix da, höchste Zeit für den Frühjahrsputz am Auto! Mit diesen sieben Tipps entfernen Sie Winterrückstände. Das sorgt für Frische und dient auch dem Werterhalt.
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Köln - Klar, wer sein Auto liebt, hat es auch während der Wintermonate hin und wieder durch die Waschstraße gefahren. Aber das Großreinemachen? Das ist eher ein Fall für den Frühling - und der steht vor der Tür. Und auch ein milder Winter kann dem Auto außen und innen durch Salz, Schmutz und Feuchtigkeit ordentlich zusetzen. Denn ein gepflegtes Auto erhöht laut Automobil-Club Verkehr (ACV) nicht nur den Fahrkomfort und die Sicherheit, sondern schütz auch den Fahrzeugwert. Also nichts wie ran - sieben Schritte:
1. Gründlich waschen
Rückstände von Salz und Straßenschmutz hinterlassen Spuren am Auto, gern auch in den Radkästen. Besonders vorgeschädigtem Lack kann die salzhaltige Lauge zusetzen und Rostbildung fördern. Nach gründlicher Vorwäsche etwa in einer Waschbox mit Dampfstrahler sollte die Fahrt durch eine Waschanlage erfolgen. Dabei reicht in der Regel das günstigste Programm aus - gute Vorreinigung vorausgesetzt. Und was ist mit dem Unterboden?
Da mahnt der ACV zur Vorsicht. Besonders ältere Autos oder solchen mit Vorschäden laufen Gefahr, dass bei ihnen durch eine Unterbodenwäsche Feuchtigkeit eindringen kann. Und bei modernen Autos mit Kunststoffverkleidungen sei eine Unterbodenwäsche in der Regel weniger notwendig. Aber: Bei hartnäckigem Schmutz oder bei Autos mit freiliegenden Metallteilen kann sie sinnvoll sein.
Nach der Wäsche rät der ACV zu einer Konservierung. Ein Programm in der Waschanlage etwa halte aber nur einige Wochen. Eine richtige Wachsversiegelung dagegen schütze den Lack dagegen drei bis sechs Monate.
2. Ein Fall für den Staubsauger
Zunächst wird das Auto gründlich ausgesaugt - vor allem der Fußraum - das entfernt Splittsteinchen und anderen Schmutz. Mit leicht feuchtem Schwamm und milden Reinigern kann man die Oberflächen vorsichtig säubern. Am Ende der Putzarbeit sollte das Auto gut gelüftet werden, damit alle Flächen gut abtrocknen. Etwaige Restfeuchte können - etwa über Nacht - aufgestellte Raumluftentfeuchter sammeln.
3. Polster putzen und Leder pflegen
Weniger ist mehr - und immer mit milden Mitteln starten. Das gilt vor allem beim Reinigen von Polstersitzen. Hier sollte möglichst wenig Feuchtigkeit in die Polster eindringen. Der ACV verweist auch auf Polsterreiniger, die aber penibel nach Anleitung genutzt werden sollten.
Ledersitze und andere empfindliche Oberflächen werden besser mit einem Mikrofasertuch gereinigt. Nach der Reinigung freut sich Leder über etwas Pflegemittel - das hält es geschmeidig und schützt vor Austrocknung.
4. Alle Matten raus - und erst trocken wieder rein
Beim Innenraumputz dürfen keineswegs die Fußmatten vergessen werden. Solchen aus Gummi kann ein Hochdruckreiniger zu ursprünglicher Sauberkeit verhelfen. Modelle aus Velours oder Stoff können mit Staubsauger, Bürsten und Teppichreiniger geputzt werden. Aber Obacht: erst wieder zurück ins Auto legen, wenn sie völlig durchgetrocknet sind, sonst holt man sich wieder Feuchtigkeit ins Auto.
5. Voller Durchblick - dank sauberer Scheiben und intakter Wischer
Gute Sicht ist beim Autofahren essenziell. Und gern sammelt sich im Winter ein hartnäckiger Schmutzfilm innen auf den Scheiben, der vor allem bei tief stehender Sonne die Sicht behindern kann. Aber ein guter Glasreiniger und ein fusselfreies Tuch können schnell für Abhilfe sorgen. Dabei den Innenspiegel nicht vergessen.
Bei der Gelegenheit kann man die Frontscheibe auch auf Steinschläge untersuchen und die Scheibenwischer - ganz vorsichtig - mit einem feuchten Tuch reinigen. Ziehen diese aber danach immer noch Schlieren oder sind die Gummis eingerissen oder porös, müssen neue her.
6. Auto entrümpeln und Ballast „über Bord werfen“
Dinge wie Schneeketten, Skiträger, Eiskratzer und Handfeger braucht man im Frühjahr in der Regel nicht mehr, raus damit. Das gilt auch für Sachen wie etwa die Wasserkiste, die schon längst zurückgebracht hätte werden sollen oder den Sack Blumenerde, der noch nicht verstaut wurde. Auch sie nehmen nur unnütz Platz weg und erhöhen Gewicht und damit auch den Spritverbrauch. Wenn Sie schon dabei sind, ist der Verbandskasten sicher noch nicht abgelaufen und das Warndreieck noch vorhanden?
7. Flüssigkeiten und Funktionen checken
Abschließend kann ein Blick unter die Motorhaube zeigen, ob die Flüssigkeitsstände von Motoröl, Kühlflüssigkeit und die der Scheibenwaschanlage noch in Ordnung sind - gegebenenfalls nachfüllen.
Wenn die Frostgefahr vorbei ist, kann auch wieder ein Sommerscheibenreiniger eingefüllt werden. Am Ende kann man alle Lichter am Auto checken - Brems- und Rückfahrlicht nicht vergessen.