Gesundheit Gesundheit: Wegen Schweinepest werden 2000 Tiere getötet
Haltern/dpa. - Insgesamt wurden seit Freitag 2600 Schweine aufacht Höfen gekeult. Die Untersuchungsergebnisse der seit Samstaggetöteten Schweine stünden noch aus. «Sollten dabei positive Befundebekannt werden, müssten am Montag rund 1200 Tiere auf einem weiterenHof getötet werden», sagte Kreissprecher Jochem Manz am Sonntag.
Die Landwirte, deren Tiere gekeult wurden, würden von derTierseuchenkasse des Landes Nordrhein-Westfalen entschädigt. Dazusuche vor jeder Tötung ein Gutachter die Ställe auf und ermittle denWert der Tiere, erklärte Manz. Eine genaue Summe über die bislangentstandenen finanziellen Verluste für die Bauern konnte er nochnicht nennen.
Die in den angrenzenden Kreisen eingerichteten Pufferzonen machtenden Behörden am Wochenende viel Arbeit. Die eigens geschalteteHotline des Kreises Borken wurde stark frequentiert. Vor allembesorgte Tierhalter und Viehhändler hätten sich erkundigt, teilte derKreis Borken am Sonntag mit. Dort sind allein 653 Betriebe mit rund330 000 Schweinen von den Schutzzonen betroffen.
Auch im niedersächsischen Vechta waren vorsorglich 400 Ferkelgetötet worden, die aus einem Betrieb in NRW kamen, der Kontakt mitder Krankheit hatte. Untersuchungen hätten jedoch ergeben, dass dieTiere den Schweinepest-Erreger nicht in sich trugen, sagte einSprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums.
Derzeit ist immer noch unklar, wie der Erreger in die Ställegelangte. Die Behörden suchen unterstützt von Experten weiter nachder Ursache der Seuche. Mit den Erkrankungen ist die Schweinepest inNRW erstmals seit sieben Jahren wieder bei Nutztieren aufgetreten.