Extra Extra: Kamera, Handy, GPS - womit Spione heute arbeiten
Stuttgart/dpa. - Die Wirklichkeit hat Hollywood längst eingeholt:Spionagehilfsmittel sind heutzutage kleiner als je zuvor.«Kleinkameras mit Speicher haben in den letzten ein bis zwei Jahrenalles revolutioniert», sagte Frank Yazdani, Inhaber des nach eigenenAngaben deutschlandweit einzigen Spionladens, am Freitag. «Die könneninklusive Tonaufzeichnung in Armbanduhren eingebaut werden - das warfrüher undenkbar.» In Yazdanis Stuttgarter Geschäft gibt es zumBeispiel auch eine Kamera, die aus dem Sprühloch eines Deodorantsfilmt.
Der 45-Jährige verkauft auch andere Technikspielereien wie GPS-Ortungssysteme, die an Autos befestigt werden können, oderHandysoftware, die, einmal auf einem fremden Gerät installiert, dasAbhören aller Gespräche ermöglicht. Über den Grund ihres Besuchsschweigen viele Kunden von Yazdani. «Ob das jetzt eine Privatpersonist oder eine, die auch im Spionbereich tätig ist, das weiß ichnicht», sagte er. «Die würden sich nie outen bei mir.»
Auch viele Firmen kaufen bei ihm ein. Chefs, die vermuten, dassihre Mitarbeiter klauen, können zum Beispiel ein unsichtbares Puderkaufen, das auf das Geld gestreut wird und die Haut dann grün färbt.Das Geschäft läuft gut: «Viele fahren bei mir seit Jahren vorbei unddenken: "Niemals brauche ich eine solche Firma". Aber irgendwannkommen alle mal vorbei», sagt Yazdani.