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Ex-Generalbundesanwalt Ex-Generalbundesanwalt: Kurt Rebmann im Alter von 80 Jahren gestorben

21.04.2005, 11:26
Der ehemalige Generalbundesanwalt Prof. Dr. Kurt Rebmann steht am 19.2.2003 in Stuttgart-Vaihingen neben einer Statue der Justitia (Gerechtigkeit) - Archivfoto. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, ist der langjährige «Chefankläger» in der Nacht zum Donnerstag (21.04.2005) im Alter von 80 Jahren in Stuttgart gestorben. Rebmann stand von 1977 bis 1990 an der Spitze der Bundesanwaltschaft. Sein Name ist vor allem mit der Verfolgung der «Roten Armee Fraktion» verbunden. (Foto: dpa)
Der ehemalige Generalbundesanwalt Prof. Dr. Kurt Rebmann steht am 19.2.2003 in Stuttgart-Vaihingen neben einer Statue der Justitia (Gerechtigkeit) - Archivfoto. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, ist der langjährige «Chefankläger» in der Nacht zum Donnerstag (21.04.2005) im Alter von 80 Jahren in Stuttgart gestorben. Rebmann stand von 1977 bis 1990 an der Spitze der Bundesanwaltschaft. Sein Name ist vor allem mit der Verfolgung der «Roten Armee Fraktion» verbunden. (Foto: dpa) dpa

Karlsruhe/dpa. - Der frühere Generalbundesanwalt Kurt Rebmann isttot. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, ist derlangjährige «Chefankläger» in der Nacht zum Donnerstag im Alter von80 Jahren in Stuttgart gestorben. Rebmann stand von 1977 bis 1990 an der Spitze der Bundesanwaltschaft - länger als alle seine Vorgängerund Nachfolger. Bei der Verfolgung der Terroristen aus den Reihen der«Roten Armee Fraktion» (RAF) hatte er sich den Ruf einesunnachgiebigen Strafverfolgers erworben.

Der exzellente Jurist hatte das Amt des Generalbundesanwalts am 1.Juli 1977 unter denkbar schwierigen Voraussetzungen angetreten. SeinVorgänger Siegfried Buback war drei Monate zuvor von einem RAF-Kommando ermordet worden. Seine ersten Monate als Chef der KarlsruherErmittlungsbehörde wurden zum traurigen Höhepunkt des RAF-Terrors:Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto wurde ermordet, ArbeitgeberpräsidentHanns-Martin Schleyer zunächst entführt und - nach derGeiselbefreiung von Mogadischu - ebenfalls getötet.

In den 80er Jahren führte die Bundesanwaltschaft zahlreicheProzesse gegen RAF-Terroristen, die meist mit langjährigenHaftstrafen endeten. Der 1924 in Heilbronn geborene Rebmann vertratim Umgang mit der RAF stets eine harte Linie und galt als einBefürworter schärferer Gesetze. 1990 gab er das Amt an Alexander vonStahl ab. Von 1977 bis 1999 war Rebmann zudem Präsident der DeutschenAkademie für Verkehrswissenschaften.