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Das fliegende Auge  Das fliegende Auge : Geschäftsidee mit Drohne und Kamera

Von Ingo Kugenbuch 27.11.2014, 13:41
Die Drohne im Einsatz in Quedlinburg.
Die Drohne im Einsatz in Quedlinburg. Chris Wohlfeld Lizenz

Quedlinburg - Drohnen haben die Wahrnehmung der Welt revolutioniert. Die kleinen ferngesteuerten Flieger können mit einer Kamera ausgerüstet werden und ohne großen Aufwand Luftaufnahmen von historischen Städten, Industrieanlagen oder Photovoltaik-Parks schießen. Frank Lochau, 29, und Florian Nemitz, 28, haben daraus ein Geschäftsmodell entwickelt.

„Wir haben uns hauptsächlich auf den Agrarsektor und den Bereich der Erneuerbaren Energien konzentriert“, sagt der gebürtige Quedlinburger Florian Nemitz, der jetzt in Leipzig wohnt. „Wir untersuchen zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen mit Wärmebildkameras, um Fehler zu finden“, ergänzt Lochau. Aber auch große Industrie- und Kesselanlagen können mit speziellen Kameras an der Drohne beflogen werden, um nach Lecks Ausschau zu halten.

Mit dieser Idee und einem Geschäftspartner, der sich auch in ihr Unternehmen „ProCopter“ einkauft, wollen die beiden nach Kenia und Südafrikas gehen. „Das sind die ersten beiden großen Aufträge“, sagt Nemitz. „Da werden große Solarparks mit einer Leistung von bis zu 80 Megawatt gebaut“, berichtet Lochau. „Wenn die Anlagen übergeben werden, dann braucht man eine Bestandsanalyse, die zeigt, dass alles fehlerfrei ist.“ Dabei kommt der 15.000 Euro teure Hexacopter - ein Fluggerät mit sechs Propellern also - zum Einsatz. „Das ist aktuell das beste Modell auf dem Markt. Wir ersetzen an vielen Stellen Industriekletterer oder einen teuren Helikopterflug“, sagt Lochau. (mz)