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Frische Füllung für den Liebestank

Von Evelyn Jochade 21.11.2006, 18:42

Prettin/MZ. - Wesentlicher Programmpunkt des Abends war neben angenehmer Musik und schmackhaftem Essen ein Vortrag über die "Fünf Sprachen der Liebe". Schnell wurde den Gästen klar, worum es den Referenten Ursula und Thomas Drossel ging: Die zwischenmenschlichen Beziehungen allgemein und die ehelichen im Besonderen. Dabei hielten sie ihren Zuhörern des Öfteren einen Spiegel vor und lösten mit so manchen Ausführungen Heiterkeit aus.

Die Eltern von sechs Kindern, die in der Nähe von Freiberg in Sachsen beheimatet sind, schöpften aus ihrem reichen persönlichen Erfahrungsschatz. Oft hätte man früher einfach ungewollt aneinander vorbei geredet oder einen Liebesbeweis gar nicht als solchen verstanden. Zum Beispiel wenn Ursula Drossel stets früh mit aufstand und ihren Mann umsorgte. Der aber wartete darauf, dass sie wieder im Bett verschwand, denn er wollte morgens lieber seine Ruhe haben. Anhand solcher Situationen zeigten die Referenten, wie wichtig es ist, die Sprachen der Liebe zu beherrschen. Wobei sie stets darauf hinwiesen, dass Zweisamkeit, Hilfsbereitschaft, Geschenke, Lob und Anerkennung sowie Zärtlichkeit nicht nur in der Ehe von Bedeutung sind. Sie hätten vor Jahren ein Familienseminar besucht und so ihre Ehe gerettet. Offen erklärten sie: "Ohne diese Hilfe wären wir heute geschieden." Seither arbeiten sie aktiv in den Reihen von TEAM.F, einem christlichen Verein, der deutschlandweit Ehe- und Familienseminare anbietet und der 2007 sein 20-jähriges Bestehen feiern wird.

Die Botschaft des Vereins indessen kam auch dank der beiden Sachsen bei den Prettinern sehr gut an. Ihr Rat an die Zuhörer lautete: Sie sollten stets den Liebestank ihrer Nächsten füllen, denn "Liebe brauchen wir, wie die Pflanzen das Wasser. Sonst haben wir keine Kraft für den Alltag." Diese Erkenntnis schon vorausahnend, hatte Angelika Beuchel ihre Freundin Evelyn Dehne zu diesem schönen Abend eingeladen. Sie konnte so einige Stunden auftanken, bevor sie zum Nachtdienst ins Jessener Altenheim aufbrach, um dort das eben Gehörte in die Tat umzusetzen.